Georgischer Tee: Die einmalige Chance für Investoren

georgischer Tee

GEORGISCHER TEE - Georgien ist ein Weinland, und zwar das älteste weinproduzierende Land der Welt. Aber Tee? Mit der alten georgischen Weintradition ist es nicht vergleichbar, aber doch ist Georgien das älteste teeproduzierende Land in Europa. Im subtropischen Klima von Westgeorgien wachsen nicht nur Eucalyptusbäume und Zitrusfrüchte, das Land eignet sich auch sehr gut für Teeanbau.

In den westgeorgischen Regionen Ajara, Guria, Samegrelo und Abchazeti ist es im Sommer sowie im Winter warm. Die Nächte sind relativ kalt, wodurch die Teeanbau ohne Pestiziden auskommt. Klima und Boden verleihen georgischem Tee einen wunderbaren Geschmack und Aroma. Man sieht in der Landschaft viele Teeplantagen. Viele davon bieten Chancen für Investoren.

Die Möglichkeiten der Teeanbau in Georgien wurden schon im neunzehnten Jahrhundert entdeckt. Damals war in Europa eine Teekultur entstanden und die Nachfrage war groß. Man suchte nach Alternativen für den teuren und schwierigen Import aus China. Der georgischen Prinz Mamia V Gurieli brachte rund 1820 die ersten Teepflanzen en Samen aus China nach Georgien. Er musste sie damals noch schmuggeln, da die Pflanzen China eigentlich nicht verlassen durften.

Tee-Ernte in
Tee-Ernte in Georgien


Schon nach einigen Jahren gelang es, in Georgien eigene, qualitätsvolle Tee zu produzieren. Später wurden auch chinesischen Tee-Experten nach Georgien eingeladen. Der Tee aus Georgien gewann Anerkennung bei internationalen Ausstellungen und wurde im zaristischen Russland ein geschätztes Getränk. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts war die Teeproduktion und Export in Georgien bereits groß angelegt.

Ab den Sechzigern wurde Georgien sogar zum fünftgrößten Teeproduzenten der Welt. Auf dem Höhepunkt gab es etwa 70 tausend Hektar Teeplantagen. Fast 200.000 Menschen arbeiteten in der Teeproduktion. Diese Massenproduktion bedeutete aber auch Raubbau. Bei der Tee-Ernte wurden Maschinen eingesetzt und die Ernte wurde nur grob sortiert.

Glücklicherweise gibt es diese Massenindustrie nicht mehr. Geblieben sind aber das wunderschöne, einladende Land und eine ländliche Bevölkerung, die mit der Teeanbau aufgewachsen ist. Diese Mensen gehen jedes Jahr in die Turkei um dort auf Teeplantagen zu arbeiten, weil sie im eigenen Dorf davon nicht mehr leben können.

Es gibt in Georgien auch immer mehr gut ausgebildete, weltoffene Unternehmer, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Teeproduktion in Georgien einsetzen. Sie entwickeln neue Teesorten und Mischungen und haben frische Ideen über Verpackung und Vermarktung.

  Teeplantage in Georgien
Teeplantage in Georgien


Georgien bietet also Möglichkeiten zur Produktion von einzigartigem, organischem Tee. Viele Teeplantagen sind jetzt noch verfügbar, werden aber innerhalb von einigen Jahren in Verfall geraten oder umgenutzt werden. Georgien ist auch als Absatzmarkt für Tee interessant, da die Georgier gerne Tee trinken, aber noch nicht von der Qualität der eigenen Marken überzeugt sind. Dazu ist die Lage Georgiens ideal für den Export nach Europa.

Gefragt sind Investoren, die Marketing und Transport organisieren und die Risiken übernehmen wollen, die kleine Teeanbauer nicht tragen können. Experte schätzen, dass in der Teeproduktion in Georgien schon für  5000€ einen Arbeitsplatz geschaffen werden kann.